pädagogisches Konzept

Rahmenbedingungen der Kinder-Tagespflege „Altlandsberger GrünSchnäbel“

Die Betreuung in meiner Kindertagespflege findet von Mo - Fr in der Zeit von 7:00 – 17:00 Uhr in kleinen Gruppengrößen statt. Dadurch ist  die Beziehung zwischen Eltern, Kind und Tagespapa familiär gestaltet. Sie erleichtert vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch in den Umgang mit anderen Kindern.

 

 

 

Tagesablauf der „Altlandsberger GrünSchnäbel“

 

ab   7:00 Uhr

Eintreffen der Kinder

 

Lernangebot - Malen, Basteln, Kneten, Musizieren, Lesen,…

ca.   8:30 Uhr

Obstpause

ca.   9:00 Uhr

Spaziergang, Spielen im Garten / Spielplatz

ca. 11:00 Uhr

Mittagessen

ca. 11:30 Uhr

Zähneputzen und Umziehen für den Mittagsschlaf

ca. 12:00 Uhr

Mittagsschlaf

ca. 14:30 Uhr

Vesper

ca. 15:00 Uhr

frei einteilbare Zeit, Lernangebote / Aufenthalt an der frischen Luft

 

 

Dieser Tagesablauf ist natürlich nur grob dargestellt. Er ist individuell planbar und wird zusammen mit den Kindern abgestimmt.

 

 

Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächbereitschaft und in einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.
 

„Lernen mit Spiel, Spaß und Freude!“ ist zentrales Motto der Tagespflege

„Altlandsberger GrünSchnäbel“.


 

Die entscheidende Person ist hier nicht der Erwachsene, der das Kind erzieht und betreut, sondern das Kind, das sich und sein Umfeld zunehmend entdecken, aus Abhängigkeit befreien und zu Selbstständigkeit gelangen will. Hauptaufgabe des Tagespapas ist es, die dafür nötige Hilfe bereitzustellen. Eine Hilfe, die die Selbst-Bildung möglich macht.

 

 

Wir Tagespflegepersonen arbeiten nach dem Kita-Gesetz

 

Altersgerechte Förderung und Vermittlung von Werten

Ich fördere jedes der Kinder seinem Alter und seiner Neigung entsprechend. Ein geregelter Tagesablauf hilft den Kindern, sich schnell einzufinden und gibt ihnen die Sicherheit und Geborgenheit, die sie in ihrem neuen Umfeld brauchen. Daher sind feste Regeln ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Ablaufs. Sowohl im Umgang miteinander als auch besonders im öffentlichen Leben sollen die Kinder lernen, sich an bestimmte Regeln zu halten.

 

Erzieherische Leitziele

Um Kindern einen guten Start in das Leben zu ermöglichen, bedarf es einer altersgerechten Betreuung und Förderung. Die Zielsetzungen für meine pädagogische Arbeit stimme ich mit den Eltern ab.

Kinder brauchen:

  • respektvolles und liebevolles Umgehen, das ihr Selbstbewusstsein stärkt

  • die Anerkennung persönlicher Unterschiede

  • das Recht auf gewaltfreie Erziehung und würdevollen Umgang miteinander

  • Offenheit und Gesprächsbereitschaft, damit sie sich verstanden fühlen

  • Bereitschaft, mit ihnen Probleme gemeinsam zu lösen

  • Unterstützung in ihren Lernprozessen zum Durchhaltevermögen und Selbständigkeit

  • Werte, die auch im späteren Leben Orientierungen geben

  • Wiederkehrende, feste Bezugspunkte, die in einer bestimmten Art und Weise ablaufen, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientieren, die den Tagesablauf in der Kindergruppe ordnen

  • die Möglichkeit, mit vielen Menschen in Kontakt zu treten und positive familienergänzende Erfahrungen zu machen.

     

    Begleitende Eingewöhnung

    Ist für mich selbstverständlich.
    Diese – für das Kind wie für die Eltern – wichtige Zeit, wird individuell gestaltet.
    Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnung. Jedes Kind braucht einen anderen Rahmen, um diesen ersten Schritt aus der Familie angstfrei zu erleben.

    Ein Beispiel für den Ablauf einer Eingewöhnung befindet sich auf Seite 5.

     

    Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung sozialer Fähigkeiten

    Ich fördere die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins. Sie sollen ihre Persönlichkeit entdecken und lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zu äußern und angemessen durchzusetzen. Die Kinder entwickeln ihre sozialen Fähigkeiten auf andere zuzugehen und sich mit ihnen gut zu verständigen. Sie wachsen mit ihren Aufgaben, lernen, sich miteinander zu verständigen und Verantwortung zu übernehmen.

    Um die Akzeptanz gegenüber Menschen aller Altersgruppen zu fördern, werde ich versuchen eng mit Lesepaten zusammen zu arbeiten und in regelmäßigen Abständen, die Einladungen der ortsansässigen Kitas wahrzunehmen

    In vorgegebenen Intervallen wird die Entwicklung des Kindes anhand der
    „Grenzsteine der Entwicklung“ überprüft, die Auswertung mit den Eltern besprochen und bei Bedarf gemeinsam nach Lösungen gesucht.

     

     

    Freude am Lernen und Wissenserweiterung – Bildung von Anfang an
     

    Die Kinder werden in allen Bildungsbereichen gefördert.

  • Körper, Bewegung und Gesundheit,
  • Sprache, Kommunikation und Schriftkultur,
  • Musik,
  • Darstellen und Gestalten,
  • Mathematik und Naturwissenschaft,
  • Soziales Leben
     

Ich möchte spielerisch all ihren Sinnen Anregungen bieten und die Neugier der Kinder unterstützen, denn Neugier ist die Triebfeder des Lebens.
Ein gutes Körpergefühl und Freude an Bewegung zu fördern ist mir wichtig, da auch dies die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärkt.
Altlandsberg bietet viele Möglichkeiten die Natur zu entdecken (Lehrpfad) und in dem großen Garten haben die Kinder viele Orte zum Toben, Klettern, Entspannen und Spielen. 

 

Die Kinder sollen Spaß an der Sprache haben und diese als ein wesentliches Ausdrucksmittel nutzen. Ich rege sie an, mit Sprache zu experimentieren, z.B. Reime zu erfinden, Erlebtes und Gefühle in Worte zu fassen. Die Räume sind mit ausreichendem Material ausgestattet, um die Entwicklung des Kindes in diesem Bildungsbereich abwechslungsreich und phantasievoll zu gestalten.

Die Meilensteine der Sprachentwicklung sind ein Beobachtungsverfahren, anhand dessen beurteilt werden kann, ob die Sprachentwicklung bei zwei- bis fünfjährigen Kindern altersgerecht verläuft oder ob sich Verzögerungen oder Risiken in der Entwicklung andeuten. Diese gezielte Beobachtung ermöglicht es mir, Schlussfolgerungen für die Gestaltung meiner alltäglichen sprachlichen Bildungsarbeit zu ziehen.

 

Ich fördere die Kinder dabei, ein Gefühl für angenehme und schöne Dinge zu entwickeln. Sie können phantasievoll ihre Ideen beim Malen, Basteln und Musizieren umsetzen.
Wöchentlich haben die Kinder die Möglichkeit sich bei Kindertanz / musikalischer Früherziehung kreativ zu entfalten.

 

Die Natur ist für Kinder ein ganz bedeutender Erlebnisort. Darum werden wir, je nach Wetterlage, uns täglich 1-3h im Freien aufhalten und so das Interesse an Flora und Fauna wecken und mit Phantasie und Kreativität die Motorik der Kinder fördern.
 

Durch das Sammeln gefundener Naturmaterialien, lernen die Kinder z.B. den Umgang mit der Mengenlehre und deren Zuordnung und Gegensätze (groß – klein) kennen. Ich lasse die Kinder u. a. experimentieren, forschen und untersuchen. Ich fördere und entwickle ihre Spielideen weiter, beobachte und dokumentiere diese.

Sie entwickeln mit meiner Unterstützung lebenspraktische Fertigkeiten. Sie lernen sich selbständig anzuziehen, zu essen und sich in der Umgebung zu Recht zu finden.

 

Betreuung, Gesundheit und Ernährung

Ich gehe auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Kinder sollen einen zuverlässigen Tagesablauf erst erlernen, darum gibt es in der Tagespflege z.B. einen Tagesablauf mit einem festgelegten Rahmen für Bringe- und Abholzeiten und mit geregelten Essens- und Ruhezeiten. Körperpflege, Schlafbedürfnisse und das Einnehmen der Mahlzeiten nehmen einen großen Raum im Tagesablauf ein.
 

In der Tagespflege erleben die Kinder alltägliche Situationen, mit Aufgaben, in die die Kinder im Sinne einer Erziehung zur Selbständigkeit mit einbezogen werden. In den Räumen können sich die Kinder sicher bewegen und sie lernen den Umgang mit Gefahren. Die Gesundheit der Kinder zu fördern und ihnen eine gesundheitsbewusste Lebensweise nahe zu bringen sind für mich wichtige Aufgaben.  
 

Die Räumlichkeiten sind rauchfreie Zonen.
 

Kinder, die krank sind, gehören in die Obhut ihrer Eltern. Sie als Sorge- und Erziehungsberechtigte haben einen Anspruch auf Krankheitsurlaub. 
 

Ich lege großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Die Verpflegung ist abwechslungsreich und kindgerecht. Die Mahlzeiten werden in einer angenehmen Atmosphäre eingenommen und dabei auf Tischsitten geachtet.
 

Ich verfolge wichtige Entwicklungsschritte meiner mir anvertrauten Kinder, dokumentiere diese und gebe den Kindern Impulse und Anregungen für ihre weitere Entwicklung. Der Austausch mit den Eltern darüber ist mir sehr wichtig.

Ich wende einmal im Jahr das Beobachtungsinstrument die Grenzsteine der Entwicklung an und beobachte die vorgegeben Raster.
Es dient dazu, Risiken in den Bildungsverläufen der Kinder frühzeitig zu erkennen.

 
Die positive Entwicklung der Kinder wird in einem Portfolio erfasst und dem Kind bei Verlassen der Kindertagespflege mitgegeben.

 

Kleidung, Spielsachen und Bücher

Jedes Kind hat im Spiel seine eigene Ordnung und Sauberkeit. Die Kinder sollten unbekümmert spielen können und sich auch einmal schmutzig machen dürfen. Darum sollte Ersatzkleidung mitgegeben werden sowie Gummistiefel, Regenzeug und Hausschuhe vorhanden sein.
 

Die Räumlichkeiten sind anregend gestaltet, bieten Möglichkeiten zur Bewegung, zum Erforschen und zum Rückzug. Spielmaterialen sollten die Phantasie des Kindes ansprechen und vielseitig verwendbar sein. Ich bevorzuge Spielzeug, das die Neugier anregt und das Herausforderungen beinhaltet. Das Tagespflegekind kann auch ein eigenes Spielzeug, z.B. ein Schmusetier, von zu Hause mitbringen.
 

Kinder können in Bilderbüchern Dinge entdecken, Begriffe lernen und Gefühle entwickeln. Sie erleben und bewältigen unbekannte Situationen und lernen, sich "in der Welt" zurechtzufinden. Kindern Geschichten zu erzählen und vorzulesen ist eine wichtige Form um ins Gespräch zu kommen. Die Kinder entwickeln so ihren Sprachschatz und Phantasie. In der Buchsammlung finden die Kinder gute Bilder- und Vorlesebücher, Märchen- und Sachbücher, Bücher mit Liedern und Reimen und Kindergeschichten.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Ich verstehe die Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartnerschaft. Ein Tagespflegekind muss sich in zwei unterschiedlichen Familienverhältnissen zurechtfinden. Dabei benötigt es Unterstützung. Ich möchte neuen Eltern und Kindern den Einstieg in die Kindertagespflege erleichtern.

Sie lernen die Tagespflegestelle kennen und werden mit dem Alltag der Tagespflege vertraut gemacht. Jedes Kind hat ein  eigenes Tempo der Eingewöhnung, für die ein Zeitraum von ein bis zwei Wochen einzuplanen ist. Nur so kann das Kind ohne Ängste in der neuen Situation Vertrauen fassen.

Um eine gute Zusammenarbeit aufzubauen, ist mir grundsätzliche Offenheit und das Einhalten verbindlicher Absprachen mit den Eltern des Tagespflegekindes wichtig. Mit einem guten Kontakt bieten wir Erwachsenen, dem Kind, eine gemeinsam abgestimmte Betreuung und Erziehung.

Gespräche in einer möglichst entspannten, ruhigen Übergabesituation gehören dazu.

Erziehung ist nicht immer einfach und jeder hat seine eigenen Vorstellungen davon, was Kindern gut tut. Darum bitte ich Eltern, auch Kritik zu äußern, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind. Solange wir unsere Meinungen offen austauschen, kann das für das Kind nur von Nutzen sein.

Schweigepflicht in der Tagespflege ist eine wichtige Voraussetzung, damit gegenseitiges Verständnis und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Tagespapa und den Eltern des Tageskindes aufgebaut werden können.

 

Beratung und Fortbildung

Im regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Tagespflegepersonen beraten wir uns gegenseitig und bilden uns, gemäß den Richtlinien, regelmäßig fort.

In Kooperation mit Kindertagesstätten, sowie anderen Kindertagespflegen, werden u .a. Ausflüge gestaltet und einem Betreuungsausfall bei Krankheit oder Urlaub entgegengewirkt.

Die Zusammenarbeit mit den Ämtern wie z.B. Jugend- und Gesundheitsamt ist Bestandteil der Arbeit in der Kindertagespflege. 

 

Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

 

Bereits seit dem 01.01.2005 gibt es den § 8a SGB VIII „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ der besagt:

 

„Bei wichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung (körperliche oder seelische Misshandlung und Vernachlässigung, sexueller Missbrauch), sind wir verpflichtet, dies den zuständigen Behörden mitzuteilen.
 

Als Tagespflegeperson gehöre ich zu den Anbietern früher Hilfen und bin damit Kooperationspartner im Kinderschutz gemäß § 3 Abs. 2 KKG.
 

Gemäß § 43 Abs. 2 und § 72a Abs. 1 und 5 reiche ich alle 5 Jahre ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis ein.

 

Der gesetzliche Schutzauftrag laut § 8a SGB VIII bei Kindeswohlgefährdung wird als Aufgabe in meiner Kindertagespflegestelle wahrgenommen. Das Wohl der Kinder steht im MIttelpunkt.

 


 

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.zumgrünschnabel.de .

 

 

Altlandsberger Grünschnäbel

Berliner Str. 41

15345 Altlandsberg

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

+49 172 3917278 +49 172 3917278

 

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Öffnungszeiten

Mo - Fr: 07:00 - 17:00

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© Mario Pastille, Corinna Senitz